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Dass Eustachius in allen schwierigen Lebenslagen angerufen wird, ist wenig erstaunlich, wenn man sich die Geschichte seines Lebens vergegenwärtigt. Er, der Feldherr Trajans, hat eine Christuserscheinung und lässt sich taufen. Jesus sagt ihm Prüfungen voraus, die dann in überreichen Maße eintreffen. Eine Seuche tötet alle seine Knechte und Mägde und all sein Vieh. Räuber überfallen mitten in der Nacht sein Haus und Eustachius kann gerade noch seine Familie retten. Auf der Flucht aber verliert er seine Söhne, die getrennt voneinander gerettet und von Fremden aufgezogen werden. Schließlich verliert er auch seine Frau. Eustachius arbeitet als Knecht in einem kleinen Dorf. Als Trajan in Bedrängnis gerät, lässt er seinen Feldherr überall suchen. Er stellt eine neue Armee zusammen, in der auch seine Söhne unerkannt mitkämpfen. Im Haus einer Witwe, die, wie sich herausstellt, ihre Mutter ist, finden sie sich wieder und gehen nun gemeinsam zu ihrem Vater. Eustachius gewinnt den Feldzug und soll an dessen Ende bei der Siegesfeier mit heidnischem Opferritual teilnehmen. Die ganze Familie weigert sich und erleidet das Martyrium. Dieser Heilige ist mit Sicherheit eine Identifikationsfigur in den vielfältigen Kriegswirren der Neuzeit.