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Christophorus

Die Suche niemals aufgeben könnte man das theologische Programm zusammenfassen, das uns der heilige Christophorus vor Augen führt. Er wird uns als Riese vorgestellt, der 12 Ellen groß ist, eine symbolische Zahl, die vielleicht von den vielen Möglichkeiten spricht, die dieser Mensch hat. Er beschließt, dem mächtigsten König zu dienen. Als er bemerkt, dass sein König sich beim Hören eines Liedes jedes mal bekreuzigt, wenn der Teufel genannt wird, sucht er nach dem Teufel, um ihm zu dienen, da er ja offenbar mächtiger ist. Als er mit ihm nun des Weges zieht, kommen sie an einem Kreuz vorbei, dem der Teufel ausweicht. Er muss zugeben, dass er dieses Zeichen fürchtet. Christophorus kommt nun zu einem Einsiedler, der ihm sagt, dass Christus der mächtigste König sei. Um ihm aber dienen zu können, sagt der Einsiedler, muss man fasten können. Hier haben wir es mit etwas zu tun, was in der Kirche oft passiert. Es werden Bedingungen vorangestellt, bevor es zu einer Christusbegegnung und Erfahrung kommen kann. Das kann ich nicht, sagt Christophorus. Die nächste Forderung lautet: man muss viel beten. Christophorus sagt: was ist das? Dann endet die Begegnung. Christophorus tut nun das nächstliegende: er wird zur Brücke, er trägt, weil er so groß und stark ist, Menschen über den Fluss. Einmal trägt er ein Kind, das im Laufe des Weges immer schwerer wird und am Ende des Weges zu ihm sagt: du hast die ganze Welt auf deinen Schultern getragen. Jesus tauft Christophorus und sagt ihm, dass sein Wanderstab blühe werde, wenn er ihn am anderen Ufer einpflanze. Und der Stab blüht. Christophorus ist angekommen. Er braucht den Stab nicht mehr Christophorus wird gegen einen unvorbereiteten Tod angerufen. Warum? Weil man dann vielleicht noch nicht angekommen ist.